Avocado


Ihr Name kommt aus dem Atztekischen und wurde 1519 erstmals von einem europäischen Autor beschrieben. Bis vor wenigen Jahrzehnten war die Avocado noch ein Luxuslebensmittel, heute ist sie nicht mehr wegzudenken von unserem Speiseplan. 

Obwohl die Avocado ein Obst, genauer gesagt, eine Beere ist, wird sie eher als Gemüse wahrgenommen und auch als solches behandelt. Während es in den Tropen durchaus Sorten gibt, die süß schmecken, sind diese hierzulande nicht erhältlich. Typische Sorten sind hingegen „Fuerte“, eine birnenförmige Avocado mit mittelgrüner Schale und hellgelbem, zum Rand hin grünlichem Fruchtfleisch, oder auch die Sorte „Hass“, entdeckt vom Kalifornier Rudolph Hass  in den 1930er Jahren. Hass-Avocados sind kleiner und rundlicher als die Fuerte, ihre Schale ist dich und warzig. 

avocado guacamole Innsbruck frisch obst Exotisch FruchthofAvocados haben den höchsten Fettgehalt aller bekannten Obst- und Gemüsesorten, allerdings ist das auch für Figurbewusste kein Grund, sie zu meiden – ganz im Gegenteil: Es handelt sich dabei nämlich um ungesättigte Fettsäuren und die sollen dem Körper beim Fettabbau sogar unterstützen. Das Enzym Lipase steuert die Fettverbrennung während der Verdauung und im Fettgewebe, verhindert das Speichern des Fetts der Avocado und beschleunigt damit den Fettabbau im Körper. Vitamin A und E und reichlich sekundäre Pflanzenstoffe sind zudem im Paket enthalten. Und eine ganz aktuelle Nachricht kommt aus den USA: Wer im Rahmen einer cholesterinarmen, fettreduzierten täglich eine Avocado isst, der senkt seinen Cholesterinspiegel und insbespndere das schlechte LDL-Cholesterol, wie eine Studie der American Heart Association bestätigt.

 

Rezeptideen mit Avocado


MinibildGuacamole


 MinibildGurkensuppe


Guacamole
Avocado-Gurkensuppe mit Krabben

Artischocken


Manche lassen sich von der kompliziert scheinenden Zubereitungsweise davon abschrecken, frische Artischocken mit heim an den Herd zu nehmen. Es ist aber alles andere als schwierig – und lohnt sich allemal.

Artischocken – zumindest das Rohprodukt – zählen nicht unbedingt zu den Lieblingsgästen in den heimischen Kochtöpfen, obwohl sie hierzulande auch angebaut werden. Nicht, weil man sie nicht gerne isst, sondern weil ihre Zubereitung viele abschreckt. Dabei ist es wirklich nicht kompliziert, das Herz des Korbblütengewächs, das seine Verwandtschaft mit Endivie und Chicorèe nicht wirklich verleugnen kann, zu gewinnen. Denn genau darum geht es – zumindest meistens: In anderen Ländern wird die Artischocke auch ganz aufgetischt, die zähen Blätter inklusive. Hierzulande liebt man es delikater. Für die Zubereitung entfernt man den Stiel (am besten über einer Tischkante abbrechen, nicht abschneiden) ebenso wie die harten, äußeren Blätter. Die übrigen kürzt man um etwa ein Drittel. wichtig ist es, alle Schnittstellen sofort mit Zitronen einzureiben. Die Artischocke wird dann in Salzwasser mit einem Schuss Zitrone, Weißwein und evt. einer Prise Zucker gegart, je nach Größe dauert das zwischen 20 und 45 Minuten. Alternativ kann sie auch längs geteilt und gebraten werden. Die äußeren Blätter werden in Dips getaucht und ausgesaugt, das noch enthaltenen „Heu“ wird mit einem Löffel ausgeschabt, es ist nicht genießbar. Darunter liegt das Herzstück, der Boden der bei frisch zubereiteten Artischocken deutlich aromatischer schmeckt als bei Fertigprodukten. Theoretisch kann die Artischocke auch roh verzehrt werden, der Geschmack ist aber etwas gewöhnungsbedürftig. 

Durch die enthaltenen Bitterstoffe – Cynarin genannt – regt die Artischocke die Verdauung an, was sie auch zu einer idealen Vorspeise macht und ganz nebenbei auch gegen einen zu hohen Cholesterinspiegel oder zu hohe Blutfettwerte wirkt. Was außerdem freut: Sie sind sehr kalorienarm, liefern dafür aber jede Menge Kalium, Magnesium, Folsäue und Eisen sowie die Vitamine C und B6. 


Rezeptideen mit Artischocken


PizzaMinibild


 RisottoMinibild
Pizza mit frischen
Artischocken
Risotto mit frischen
Artischocken und Radicchio

Austern


Austern gelten als absolute Delikatesse – und sind es auch. Ihre angebliche aphrodisierende Wirkung ist allerdings ein Mythos.  


Austern sind die Königinnen unter den Muscheln und werden seit Jahrtausenden als Delikatesse verspeist. Denkwürdige Berichte zeugen von der Gier auf die Muschelart: So soll König Heinrich IV. als Vorspeise zu einem mehrgängigen Menü 400 Austern geschlürft haben, was aber gar nicht ist im Vergleich zum römischen Kaiser Vitellius, der es schon lange vor ihn auf 1000 Austern gebracht haben soll. So unglaubwürdig diese Geschichten anmuten, so zeigen sie zumindest, wie begehrt das Meerestier war und immer noch ist. Nicht nur wegen ihres Geschmacks wurden sie genossen, sondern auch wegen einer Wirkung, die ihnen bis heute nachgesagt wird: Giacomo Casanova aß täglich 50 Austern, um gerüstet zu sein für die hohen Ansprüche an seine Manneskraft. Dabei dürfte der gute Giacomo einem damals noch nicht bekannten Phänomen namens Placebo-Effekt auf den Leim gegangen sind. 

Wissenschaftlich ist den Austern nämlich nichts nachzuweisen, was den Verdacht auf ihre liebesunterstützende Wirkung untermauern könnte. Vielmehr ist die griechische Liebesgöttin Aphrodite Schuld an dieser Unterstellung, was muss sie auch einer Auster entspringen...

Aber seis drum. Genossen werden Austern auf jeden Fall, egal, welche Wirkung sie haben: Üblicherweise werden die Austern roh verzehrt.Kurz vor dem Anrichten öffnet man sie mit einem Messer, löst das Fleisch in den Schalen und beträufelt sie mit etwas Zitronensaft. Das Rohe ist allerdings nicht jedermanns Sache, es geht aber auch anders. Etwa in Form von gratinierten Austern – auch Austern Rockefeller Art genannt. Dabei werden die Austern aus der Schale gelöst, um in der Schalenhälfte überbacken zu werden.


Im Fruchthof erhältlich sind verschiedene Sorten, allerdings nicht immer. Fragen Sie uns!

 

Rezeptideen mit Austern


 MinibildRockefeller
Gebackene Austern
Austern Rockefeller

Ananas


Sie ist die bekannteste Tropenvertreterin hierzulande und kann weit mehr als sich lasziv auf einem Toast Hawai zu räkeln. Die süße Frucht umgibt sich aber am liebsten mit Landgenossen.

Hätten Sies gewusst? Es gibt über 100 bekannte Arten der Ananas. Am verbreitetsten sind aber die gelben Arten, denn diese sind süßer und lassen sich besser lagern als die grünen Vertreter. Ihre saftige Süße ist es auch, welche die Ananas so beliebt macht. Sie besteht bis zu 90 Prozent aus Wasser. Das hat eine ganz besonderen Vorteil: Sie können eine Ananas problemlos einfrieren. Wenn Sie sie benötigen, legen Sie sie in ein Sieb und warten. Der Saft der Ananas wird schön gemächlich abtropfen, und darin befindet sich auch das ganze Aroma der Frucht. Verwendet wird nur der Saft, das Fruchtfleisch beinhaltet kein Aroma mehr. Und voilà: So gewinnen Sie einen klaren Saft. Das funktioniert übrigens auch mit anderen, wasserreichen Obstsorten.

Die Schale der Ananas ist ungenießbar, man sollte sie großzügig entfernen. Auch der holzige Strunk in der Mitte wird entfernt. Und dann gehts an den Genuss: Die Ananas kommt in pikanten Gerichten bestens zur Geltung, etwa in Putencurry oder Hähnchen süßsauer, umschmeichelt gekonnt scharf gewürzte Garnelen und übernimmt divenhaft die Hauptrolle in Joghurts, Quarkspeisen, ja sogar im Fondue. Sie ist eben eine Allrounderin und tut so ganz nebenbei auch was gutes für uns: Mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C (20 Milligramm in 100 Gramm) und Mineralstoffen sowie Enzymen ist sie ein kleines Kraftpaket.

Rezeptideen mit Ananas


MinibildAnanassusssauer


 MinibildAnanasmarmelade

Minibild Thai Curry Ananas
Süß-saure Rippchen
vom Schwein
Ananas-Orangen-Mango
Marmelade
Thai-Curry mit Ananas
& Garnelen